Zwölf Laserdrucker bis 1000 Mark im c't-Test
Laserdrucker preiswerter als Tintensprüher
Hannover, 24. März 2000 - Wer als Computeranwender scharf
rechnet, wird bei der Auswahl eines Korrespondenz-Druckers
besonders auf die Betriebskosten schauen. Dann nämlich erweisen
sich Laserdrucker im Homebereich und im Büro als eine lohnende
Alternative zu den populären Tintenstrahldruckern.
Laserdrucker versprechen eine schnelle und scharfe Ausgabe.
Auch für beste Schriftqualität begnügen sie sich mit normalem
Kopierpapier. Solche Vorteile spielen sie vor allem dann aus,
wenn es um die Ausgabe von längeren oder zahlreichen Textdokumenten
geht. Selbst wenn man das bei den Tintensprühern erforderliche
Spezialpapier nicht mitrechnet, spart man beim Laserdruck
pro gedruckter Seite 5 Pfennige und mehr. Die Gerätepreise
selbst rechtfertigen keine Kaufentscheidung: Für rund
500 Mark bekommt man einen Mittelklasse-Tintendrucker oder
einen preiswerten Laser. Allerdings wissen die Tintensprüher auf
teurem Spezialpapier mit bunten Bildern zu glänzen.
Nicht jeder Laserdrucker eignet sich für den Einsatz im häuslichen
Büro, berichtet das Computermagazin c't in der Ausgabe
7/2000. Beim Test von 12 Laserdruckern sorgten die Geräte von
Brother für eine unangenehme Überraschung. Sie zeigten einen
relativ hohen Ozon-Ausstoß, während bei allen anderen Geräten
dieses giftige Gas nicht messbar blieb. "Schon seit Jahren findet
man nur noch solche Laserdrucker, deren Ozon-Abgabe durch
eine geschickte Konstruktion bei Werten nahe der Messgrenze
liegt," sagte c't-Redakteur Ulrich Hilgefort. "Warum Brother
jetzt Geräte auf den Markt bringt, die von ihrer Bauweise her zur
Ozon-Erzeugung neigen, ist nicht zu verstehen."
In puncto Stromverbrauch lohnt sich ein Blick auf die Kosten,
die nicht beim Betrieb, sondern im Bereitschafts-Modus der Geräte
anfallen. Hier zeigten sich einige Geräte sehr sparsam, zum
Beispiel der Brother HL-1030 und der HP LaserJet 110. Aber
offenbar nicht jedem Hersteller war das Energiesparen den
Entwicklungsaufwand wert. So verbrauchte der Okipage 12 i/n mit
über 13 Watt erheblich mehr als die übrigen Kandidaten, die im
Durchschnitt knapp 8 Watt beanspruchten.
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Ulrich Hilgefort - c't-Redaktion
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